Geländefahrausbildung 05.01.2012

Da im Zuge der Neuausrichtung des Bevölkerungsschutzes auch einige DLRG – Bezirke in den Genuss eines geländegängigen Allrad - BGF Fahrzeuges gekommen sind, entstand natürlich auch die Notwendigkeit das Personal in die „Neuen“ Möglichkeiten die das Fahrzeug bietet einzuweisen. Dadurch bekamen wir, Bettina; Martin, Roland und ich die Möglichkeit an dem, vom LV Württemberg ausgeschriebenem ganztägigem Lehrgang „Geländefahrausbildung“ teilzunehmen. Die Fahrausbildung wurde auf dem Truppenübungsplatz Dornstad bei Ulm durchgeführt. Folgende Bezirke waren eingeladen: Ludwigsburg; Bodensee; Reutlingen; Hohenlohe und Ostalb. Alle rückten mit dem Sprinter  an, nur Stuttgart kam mit dem VW – Amarok.

Da man ja mal nicht so einfach auf ein Bundeswehrgelände darf, musste von allen Teilnehmern noch im alten Jahr eine namentliche Meldung mit Kopie des Personalausweises an die Standortverwaltung übermittelt werden. Diese hat alle gemeldeten Personen geprüft und zugelassen. Damit stand unserer Ausbildung nichts mehr im Wege und wir bekamen unsere Einladungen.

Um auch wirklich pünktlich anzukommen sind alle frühzeitig gestartet, so konnten wir uns noch eine heiße Tasse Kaffee im Edeka in Lehr gönnen.

Pünktlich 9:30 Uhr starteten wir dann gemeinsam zum Truppenübungsplatz. Dort angekommen fand die offizielle Begrüßung statt. Um dem ungemütlichen Wetter ein Schnippchen zu schlagen flüchteten wir auf die Ladefläche des LKW´s, welcher vorsorglich mit Bierbänken ausgerüstet war. Nun vor Wind und Wetter geschützt konnte wir in aller Ruhe die Theorieeinheiten genießen.

Danach ging es mit Fahrschullehrer ins Gelände. Diese erklärten uns auf was wir im Normalfall achten müssen, somit blieb uns die eine oder andere Vorerkundung zu Fuß erspart.

Zum Start ging es an die Gefällstrecke: Getriebesteuerung auf Gang 1 stellen, um ein Hochschalten zu verhindert, und los ging es.

Da es auch einige Hügel und größere Schlaglöcher in dem Abschnitt gab war vorausschauende Fahrweise gefragt. Unten angekommen ging es gleich auf der anderen Seite wieder rauf. Mitten in der Steigung mussten wir allerdings anhalten. Anfahren am Berg war nun angesagt. Anfahren mit Allradsperre in Verbindung mit dem Automatikgetriebe stellte sich aber als ein nicht allzu großes Problem dar.

Bei den Wasserdurchfahrten waren die Ortskenntnisse unserer Instruktoren Gold wert, da diese sonst zuerst erkundet werden hätten müssen. In der Hügelstrecke erlebten wir, wie es sich anfühlt nicht mehr zu sehen wohin die Fahrt geht. Erst wenn man die Kante hinter sich gelassen hat, konnte man sich seine weitere Fahrspur wieder aussuchen. Beeindruckend war auch die Erfahrung, wie schnell man in einer harmlos aussehenden Wiese in Schwierigkeiten kommen kann.

Da uns auf Grund eines technischen Mangels die Benutzung der Seilwinden an den Sprintern untersagt wurde, mussten wir die Übungen, Selbstbergung und Fremdbergung, mit dem Amarok durchführen.

Im Anschluss durften wir noch selbstständig durch das Übungsgelände fahren und unsere gewonnenen Fertigkeiten vertiefen. Leider war der Tag dann zu schnell zu Ende. Nach der Abschlussbesprechung ging es dann gemeinsam zurück nach Lehr, wo wir in einem Cleanpark unsere Fahrzeuge vom gröbstem Schmutz befreien konnten. Gleichzeitig wurden unsere Bescheinigungen „Führen von Einsatzfahrzeugen im Gelände und zum Einsatz von Seilwinden / - technik zur Fahrzeugbergung“ ausgestellt und verteilt.

Einen herzlichen Dank noch an Thomas Ruhland und sein Team für die gut organisierte Veranstaltung.

Nach einer ruhigen Heimfahrt wurden dann an der Wachstation noch die restlichen Spuren beseitigt und ein lehrreicher Tag ging zu Ende.

Bericht u. Bilder: S. Moser

Impressionen